Zu Sant Joan, Johannisnacht und viel mehr!


Die Nacht des 23. Juni ist die kürzeste Nacht des Jahres. Und auch die zauberhafteste und lauteste. Jedes Stadtviertel und jedes Dorf gibt den Startschuss in den Sommer mit Feuern, Knallern, Fladenbrot und Musik bis in die frühen Morgenstunden. Die Johannisnacht ist auch als Nacht des Feuers und der Hexen bekannt. Eine Feier heidnischen Ursprungs, ein Sonnenkult, mit Kostümen und Symbolen wie dem reinigenden Feuer, den Mitternachtsbädern, dem Johanniskraut, den Liedern, dem Tanz, den Heilungen und den magischen Ritualen.

Zur Johannisnacht wird üblicherweise mit den Familienmitgliedern oder mit Freunden gegessen, oder man nimmt an einer der gemeinsamen Johannisnachtfeiern auf der Straße teil, an Tischen voller Brot mit Tomaten, Käse, Wurstwaren aus Osona, Trockenwurst aus Vic...  Der Brauch verlangt Cava dazu, unter den fünf Herkunftsbezeichnungen in den Bezirken Barcelonas werden Sie ausgezeichnete Tropfen finden! Und der traditionelle süße Fladen, die Coca von Sant Joan, mit kandierten Früchten, die eigentlich typische Coca in den Katalanischen Landen. Es gibt auch Coca aus Biskuit, oder mit geröstetem Gemüse, mit Grieben, mit Pinienkernen...

Es ist eine Nacht der Feuerrituale: Offene Feuer, Feuerwerk, Leuchtraketen, Knallfrösche, fliegende Böller... sie bringen Freude und Licht ins Fest.  Wenn Sie am Meer feiern, können Sie unvergessliche Feuerwerke sehen!

Eine Variante der Johannisfeuer sind die Falles. Das sind Stammscheiben, die in manchen Pyrenäendorfern brennend den Berg heruntergebracht oder heruntergrollt werden bis auf den Platz, auf dem sie zum Feuer aufgeschichtet werden. Ebenfalls am 23. Juni, ab dem frühen Morgen, breitet sich die Flamme des Canigó über die Katalanischen Länder aus und an die 30.000 Feuer werden mit der Flamme angezündet, die vom Gipfel des Berges herbeigetragen wurde.

Dem Volksmund gilt die Johannisnacht auch als Nacht der Hexen, der fantastischen Kreaturen, der Fantasiewesen und aller Arten von magischen Figuren, die sich zusammenfinden, um ihre Hexensabbate und Tänze zu feiern. Auch die Pflanzen mit ihren Heilkräften gehören zu den Hauptdarstellern: Basilikum, Eisenkraut, Thymian, Fenchel, Rosmarin oder Johanniskraut.... Sie wurden früher oft als Sträußchen gebunden oder als Äste zu Girlanden geflochten, und sind mit der Zeit zu Konfetti und Luftschlangen geworden.

Sie wissen ja, was dann kommt, um die Nacht richtig abzurunden: Das Bad zur Sankt Johannis, so der Volksmund, bringt Gesundheit fürs ganze Jahr.

 


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