Kloster Sant Cugat

Das Kloster ist das Schmuckstück von Sant Cugat. Diese Klosteranlage war im Mittelalter die bedeutendste der gesamten Grafschaft von Barcelona. Heute setzt sie sich aus der Kirche und einem Kreuzgang zusammen, der Hauptsitz des Museums von Sant Cugat ist und das man mittels einer Führung kennenlernen kann. Diese ist um 12 Uhr mittags an jedem ersten Sonntag im Monat kostenlos. Um den Kreuzgang herum liegen der Kapitelsaal und die alten Räumlichkeiten des Klosters. Im westlichen Teil befindet sich der Palast des Abts. Von der Anlage, die vollkommen befestigt war, sind noch immer ein bedeutender Teil der Mauern und Türme erhalten, die im 14. und 16. Jahrhundert gebaut wurden. Der romanische Kreuzgang (12. Jahrhundert) ist aufgrund seiner Struktur und der Qualität der Kapitellverzierung das herausragendste Element. Im 16. Jahrhundert fügte man ein zweites Stockwerk hinzu und baute die Eingangsvorhalle. Mit einer Länge von fast 30 Metern ist der Kreuzgang ein Werk des Künstlers Arnau Cadell. Der Grundriss ist fast quadratisch und hat halbrunde Bogen, die auf ein paar Säulen ruhen. Jede Säule ist mit fein bearbeiteten Kapitellen dekoriert, die unterschiedliche Details zeigen wie die Darstellung von Tieren bis hin zu Ratschlägen guter Gewohnheiten für Mönche (zum Beispiel wie man den Brüdern hilft, die Läuse zu entfernen). Man kann insgesamt 72 Kapitellpaare zählen. Ein weiteres herausragendes Element ist die gotische Basilika. Das 52 Meter lange und 23 Meter breite Gebäude besteht aus drei Schiffen mit Gewölbedecken, die von Säulen getragen werden. Die Rosette> ist mit ihren 8,2 Metern Durchmesser der der Kathedralen von Barcelona und Tarragona sehr ähnlich. Die Kirche beherbergt den Altaraufsatz der Allerheiligen (1375), ein Werk von Pere Serra. Es ist eines der strahlendsten Zeugnisse der katalanischen Gotikschule. Die Ursprünge des Klosters gehen aufs 9. Jahrhundert zurück, als man entschied, die Kirche mit den Überresten von sant Cugat mit der benachbarten Festung zu vereinen. So baute man auf der Basis eines vorchristlichen Tempels aus dem 5. Jahrhundert einen kleinen Komplex mit quadratischem Grundriss um einen, von dem man annahm, dass bereits eine Gemeinschaft von Mönchen existierte. Trotzdem gab es bis ins Jahr 878 keinerlei Dokumentation. Mitte des 12. Jahrhunderts begannen die Bauarbeiten des neuen Klosters. Die bestehende Kirche wurde erweitert und 1350 arbeitete man an der Befestigung des Klosters. Um die Wasserversorgung zu verbessern, errichtete man im 14. Jahrhundert ein Aquädukt, von dem heute noch die Brücke von Can Vernet> erhalten ist. Während des Erbfolgekriegs wurde das Kloster von Truppen des Erzherzogs Carlos besetzt, die ihm großen Schaden hinzufügten. Später wurde eine Renovierung durchgeführt, die 1789 endete. 1835 verließen die Mönche das Kloster und 1851 entschloss sich die Kommission historischer Monumente dazu, es zu restaurieren. Es wurde 1931 zum kunsthistorischen Denkmal erklärt.
Art von Bauwerk
Kloster
Baustil
Romanisch
Gotisch